gelesene Bücher im Februar 2012

13. Februar 2012 at 23:46 (Büchermonate)

  1. Berger, Valentina: Das Liliengrab
  2. Saborowski, Jenk: Operation Blackmail
  3. Till, Kera: Lisa, Prinzessin über Nacht
  4. Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Feuerkelch
  5. Crow, Lili St.: Strange Angels 2 – Verraten
  6. Hastrup, Julie: Vergeltung

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Es wird schon nicht das Ende der Welt sein von Ali Lewis

13. Januar 2012 at 13:36 (Bücher, Rezensionen)

Hardcover

320 Seiten

ISBN: 978-3570153659

EUR 14,99 (D)

Verlag: cbj

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Eine warmherzige Geschichte über Liebe und Versöhnung

»Es wird schon nicht das Ende der Welt sein.« – Als die Backpackerin Liz als Haushaltshilfe nach Timber Creek kommt, auf eine Farm im australischen Outback, geht erstmal einiges schief. Doch verfärbte Wäsche und verbrannter Toast sind Nichtigkeiten gegen eine schwangere Teenagertochter und den tragischen Unfall, der die Dawson-Familie einfach nicht loslässt.

Der 13-jährige Danny Dawson wehrt sich zunächst mit Händen und Füßen gegen die Neue, die alles durcheinander bringt, doch am Ende ist es die unbekümmerte Liz, die seine Familie aus ihrer Schockstarre reißt …

Eigene Rezension:
Danny ist dreizehn Jahre alt und lebt in einer völlig anderen Kultur als wir. Nämlich auf einer Farm im australischen Outback. Dort zu leben ist für ihn ganz normal und der Alltag gefällt ihm eigentlich.
Doch von heute auf morgen geht alles drunter und drüber. Sein über alles geliebter Bruder hatte einen tödlichen Unfall. Das zu verstehen und damit klarzukommen ist allein schon schwer genug. Dann ist seine Schwester, die gerade mal 14 Jahre alt ist auch noch schwanger. Den Vater des Kindes will sie nicht verraten. Dann ist da auch noch Buzz, das kleine Kamel von Danny, das ganz schnell zu seinem besten Freund wird. Und Liz, das neue Hausmädchen, bringt alles durcheinander und verändert das Leben der Familie völlig…

Die Geschichte ist aus der Sicht von Danny erzählt. Dementsprechend kindlich, flüssig und leicht verständlich ist auch der ganze Verlauf. Der Leser kommt gut durch das Buch und hat es in windeseile beendet.

Ali Lewis hat ein unglaubliches Talent, den Leser zum nachdenken zu animieren und viele Konflikte miteinander zu verknüpfen. Zunächst einmal ist da der Tod des Bruders. Es ist immer schwierig einen nahestehenden Menschen zu verlieren. Wie geht man mit der Trauer um? Wie soll das Leben ganz normal weiterlaufen?
Dafür hat der Junge, das Kamel, dass ihm über diesen schmerzlichen Verlust hinweghilft.
Doch halt Kamel? Ja richtig, wir befinden uns im Australischen Outback. Ein Land und eine Lebensweise, mit der wir uns so gar nicht auskennen oder gar identifizieren können. Um dem Leser, das näherzubringen haben wir das Hausmädchen Lizz. Sie stellt die Fragen, die wir uns stellen würden. Und so erklären sich die absurdesten Dingen im Lauf der Geschichte ganz von selbst, ohne belehrend zu wirken.

Wer eine spannungsgeladene Geschichte erwartet, den muss ich leider enttäuschen. “Es wird schon nicht das Ende der Welt sein” regt zum nachdenken an und plätschert eher so vor sich an. Das ist aber kein Kritikpunkt, im Gegenteil, es passt einfach zu der Handlung.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass mich der Roman begeistert hat. Ich musste sehr viel nachdenken und hab mit Danny und allen anderen mitgefühlt. Ich erwischte mich immer wieder dabei, dass ich die Umgebung so lebendig wahrgenommen habe, dass ich förmlich das gleiche vor Augen hatte und alles riechen und sehen konnte, wie die Potagonisten.
Gleichzeitig war ich in Gedanken noch sehr lange in Australien und hing so der Geschichte nach.
Ich kann das Jugendbuch nur wärmstens weiterempfehlen und muss ein großes Lob an die Autorin aussprechen!

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[Special] Stapel ungelesener Bücher – Stand Januar 2012

12. Januar 2012 at 11:59 (Bunte Ecke, Videos)

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[Videorezension] Kannibalen – eine Anthologie aus dem Festa Verlag

12. Januar 2012 at 11:57 (Videorezensionen, Videos)

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Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten von Kirsten John

12. Januar 2012 at 11:49 (Bücher, Rezensionen)

Hardcover

319 Seiten

ISBN: 978-3401066769

EUR 14,99 (D)

Verlag: Arena

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Ariadne kann es nicht fassen: Vor ihren Augen wird ihr Großonkel buchstäblich vom Erdboden verschluckt! Sie ahnt, dass sein Verschwinden mit seinen Zeitsprüngen zusammenhängen muss. Und dass sie die Einzige ist, die ihn jetzt noch retten kann. Dafür braucht sie allerdings die Hilfe von Moritz, der zwar echt süß ist – als Zeitreisender aber nicht gerade talentiert. Und sie haben es mit mächtigen Gegnern zu tun …

Eigene Rezension:
Das Kuriose und Abnormale gehört so richtig zum Leben von Ariadne dazu. Jeder in ihrer Familie, außer ihrer Mutter, hat so ein magisches Ding. Während ihre Schwestern Dinge verbrennen können, oder sich einfach mal in Luft auflösen können, schafft es Ariadne in der Zeit zu springen. Naja, sie sollte es eigentlich können, hat das aber noch nicht so recht unter Kontrolle. Deshalb landet das Mädchen auch immer im Keller, wenn sie sich erschrickt.
Dann ist da noch ihr geliebter Onkel Plavius. Der kann auch in der Zeit springen. Das er ständig unerwartet kommt und geht, ist nichts neues für sie. Aber eines Tages wird er ganz plötzlich in einen Zeitriss gezogen. Ariadne ist fest entschlossen ihn mit Hilfe von Moritz – der ganz nebenbei bemerkt richtig süß ist – zu retten. Dafür muss es doch zu schaffen sein, ihre Gabe endlich unter Kontrolle zu bringen…

Zunächst muss hier gesagt werden, dass man das Buch nicht mit der allseits bekannten Edelstein Trilogie von Kerstin Gier vergleichen kann. Es handelt sich zwar um das gleiche Thema – nämlich Zeitsprünge, wie bereits der Titel verrät – sind aber dennoch völlig unterschiedlich. Das tut dem Lesespaß allerdings keinen Abbruch.

Ganz im Gegenteil. Kirsten John hat es mit ihrem lockeren und witzigen Schreibstil geschafft eine herzallerliebste Geschichte zu erschaffen. Die Protagonisten, vor allem Ariadne, sind sehr sympathisch. Sie alle haben ihre Macken und besonderheiten, sind aber sehr liebenswert. Die Personen werden beim lesen richtig lebendig. Durch den flüssigen Verlauf ohne Stolpersteine und die kurzen Kapitel kommt man auch richtig schnell durch die Geschichte.

Gleichzeitig wird der Leser auch immer wieder zum mitfiebern und miträtseln animiert. Hier hat nichts gefehlt. Das Buch ist jugendlich geschrieben, die Protagonisten authentisch und der Verlauf spannend und interessant. Wir können hier eine sehr gelungene Story über Zeitreisen & Co. lesen.

Für mich war “Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten” ein richtiges Highlight. Das Thema ist oft recht schwierig nachvollziehbar, da man sich durchgängig mit der Frage beschäftigt, wie man durch Kleinigkeiten Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart beeinflussen kann. Allerdings hat die Autorin es geschafft, das man alles wunderbar leicht nachvollziehen kann.
Die Spannung kam auch nicht zu kurz. Wir halten hier zwar ein Jugendbuch in den Händen und die Geschichte liest sich auch dementsprechend, ist meiner Meinung nach aber ein Lesespaß für jung und alt.
Ich freue mich sehr auf weitere Romane von Kirsten John und empfehle das Buch gerne immer weiter!

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Mängelexemplar von Sarah Kuttner

12. Januar 2012 at 11:37 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

261 Seiten

ISBN: 978-3596184941

EUR 8,99 (D)

Verlag: Fischer

Kurzbeschreibung auf Amazon:
“Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.”
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.
Dem Wahnwitz unserer Gegenwart gibt Sarah Kuttner eine Stimme. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von der Verlorenheit, die manches Leben heute aushalten muss.

Eigene Rezension:
Mängelexemplar? Von wegen.
Karo ist eine Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie hat Charakter und Stärke. Doch irgendwann verliert sie ihren Job. Und wenn man schon dabei ist, den Boden unter den Füßen zu verlieren, warum nicht auch noch eine halbherzige Beziehung beenden und auch mit falschen Freunden aufräumen?
Doch was zu diesem Zeitpunkt für ein Gefühlschaos in ihr ausbricht und welcher Stein nun ins Rollen gerät, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Denn die eigentlich lebenslustige und quirlige Frau schlittert mit Anlauf in eine Depression hinein. Doch Karo wäre nicht Karo, wenn sie nicht dagegen ankämpfen würde und mutig stellt sie sich ihren Angstzuständen entgegen und versucht ihr Leben und ihre Emotionen wieder in den Griff zu bekommen.

Der Schreibstil von Sarah Kuttner kann man nur als wunderbar bezeichnen. Man ist sofort in der Geschichte und kann sich als Leser richtig gut in Karo hineinfühlen. Man versteht, warum sie so fühlt wie sie fühlt und dementsprechend handelt. Dabei ist die Geschichte von der Wortwahl her so flüssig und alltäglich, dass man regelrecht über die Seiten fliegt. Und ehe man sich versieht, hat man das Buch zu Ende gelesen.
Die Autorin versteht es hervorragend den Leser die Thematik Depression und Angstzustände und den entsprechenden Folgen behutsam und realistisch näher zu bringen. Man erlebt alle Höhen und Tiefen mit der Heldin mit und empfindet ihre Gefühle nach. Gleichzeitig ist Karo sehr selbstironisch und zynisch, so dass man doch das ein oder andere Mal richtig schmunzeln muss.

Mir hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut gefallen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und mochte Karo sehr gern. Ich habe mich mit ihr gefreut und mit ihr gelitten. Sarah Kuttner hat es geschafft, dass ich mich nicht nur wunderbar mit dieser Frau identifizieren konnte, sondern das Gefühl hatte, sie schon lange zu kennen. Ich kann “Mängelexemplar” nur wärmstens weiterempfehlen. Kritikpunke gab es für mich an diesem Buch für mich überhaupt nicht.
Meiner Meinung nach halten wir hier ein richtiges Wohlfühlbuch in den Händen.

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Vergebt mir von Simon Kernick

10. Januar 2012 at 21:09 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

400 Seiten

ISBN: 978-3453434950

EUR 8,99 (D)

Verlag: Heyne Verlag

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Dennis Milne ist ein Cop mit einem dunklen Geheimnis. Von Zeit zu Zeit wechselt er die Seiten und tötet Verbrecher – gegen Bezahlung. Doch eines Tages geht alles schief. Milne wird reingelegt und erschießt drei unschuldige Menschen. Für seinen Auftraggeber ist er jetzt ein gefährlicher Mitwisser. Als Milne zudem ins Fadenkreuz der Polizei gerät, steht er zwischen allen Fronten: Die Jagd ist eröffnet.

Eigene Rezension:
Dennis Milne ist einer von den Guten. Er ist Cop und hasst Verbrecher wie die Pest. So sehr, dass er sie auch noch tötet. Das natürlich nur nachts. Und diese Beschäftigung hat eigentlich rein gar nichts mit seinem seriösen Beruf zu tun. Dieses Doppelspiel geht auch eine ganze Weile richtig gut. Doch dann wird er belogen und erschießt unschuldige Menschen. Aber damit nicht genug. Diesmal gibt es Zeugen.
Jetzt geht alles Schlag auf Schlag. Milne hat mit seinem schlechten Gewissen zu kämpfen, da er ja eigentlich ein guter Mensch ist. Geschnappt werden möchte er auch nicht, also gilt es den Mord zu vertuschen. Ach ja, so ganz nebenbei ist er auch noch Spielball einiger Intrigen von Kriminellen geworden, mit denen man so gar nichts zu tun haben möchte…

Simon Kernick hat ist bekannt für seinen rasanten Schreibstil. Das war in “Vergebt Mir” zwar nicht so sehr der Fall, allerdings hat der Autor das Talent, den Leser sofort an die Geschichte zu fesseln. Die Geschichte beginnt spannend und diese Spannung hält auch bis zum Schluss an. Da der Thriller auch noch sehr flüssig und leicht geschrieben ist, wird dieses Buch schnell zum Pageturner.

Mit “Vergebt Mir” halten wir den Auftakt der Reihe um den Protagonisten Dennis Milne in den Händen. Das ist auch gut so. Es wäre doch schade, wenn wir nichts mehr aus dem Leben von dem sympathischen und im Grunde herzensguten Mann erfahren würden. Denn das ist unser Held auf jeden Fall.

Ich war von Anfang an sehr gefesselt von der Geschichte. Mich hat der Klappentetxt unglaublich neugierig gemacht und diese Neugier wurde dann auch belohnt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis nicht auch die letzte Seite gelesen war.
Hier stimmte einfach alles. Der Schreibstil, die Charakter und natürlich die Thematik. Ich machte mir die ganze Zeit Gedanken, ob denn die zwielichte Nebenbeschäftigung von Dennis Milne korrekt ist. Natürlich beantwortet sich die Frage von selbst, allerdings konnte ich die Taten des Helden sehr gut nachvollziehen.
Als dann klar wurde, warum der Cop in diese Intrige geraten ist und sich das ganze Rätsel gelöst hatte, war ich einfach nur noch restlos begeistert von dem Buch.
Deshalb hier meine absolute Kaufempfehlung.

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Schmoltke All Inclusive von Raymund Krauleidis

10. Januar 2012 at 20:23 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

256 Seiten

ISBN: 978-3453408722

EUR 8,99 (D)

Verlag: Heyne Verlag

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Urlaub ist wie Arbeit – nur mit Sonnenbrand

Herr Schmoltke gewinnt bei einem Preisausschreiben der „Buchhalter-Rundschau” eine Reise nach Griechenland. Mutti ist auf Kur, und so muss der leidgeprüfte »Lieblingskollege« mit. Klar, dass auch im Urlaub der BlackBerry stets aktiviert und der Mitarbeiter rund um die Uhr erreichbar sein muss. Es gilt also nicht nur, dem Pauschalreisewahnsinn zu entkommen, sondern auch vom Strand aus den Büroalltag zu bewältigen.

Eigene Rezension:
Dass Schmoltke ein Arbeitskollege ist, den man sich nicht unbedingt wünscht, wissen wir bereits aus Raymund Krauleidis ersten Büroroman “Schmolkte & Ich”
Nun, er ist zurück und hat auch noch eine Urlaubsreise gewonnen. Da Mutti keine Zeit hat, fällt seine Wahl sofort auf den Ich-Erzähler. Was die beiden alles für verrückte Dinge in Griechenland, Dank Schmoltke, erleben dürfen wir nun in “Schmoltke All inclusive” nachlesen.

In diesem Buch werden diesmal alle Urlaubsklischees ausgeführt und so wunderbar maßlos übertrieben, dass man als Leser einfach nicht anders kann, als herzlich zu lachen. Man erfährt, wie witzig beziehungsweise anstrengend es sein kann mit dem größten naiven und kleinkarierten Arbeitskollegen zu verreisen.

Der Autor hat wieder einen wundervollen Schreibstil und bringt mit seinem Witz, den Leser wieder herzhaft zum lachen. Natürlich ist das meiste völlig überzogen dargestellt, tut dem Lesespaß aber überhaupt keinen Abbruch! Im Gegenteil, durch den herrlich trockenen Humor des Autors werden die Lachmuskeln bis zum äußersten gereizt.
Die Kapitel selbst, sind recht kurz und schnell gelesen. Passenderweise bekommen wir auch noch an jedem Urlaubstag einen amüsanten Cartoon zu sehen.

Wer den ersten Roman von Raymund Krauleidis nicht gelesen hat, kann ich hier beruhigen. Das neue Buch ist keine Fortsetzung und auch alleine sehr verständlich und nachvollziehbar, da wir im Endeffekt nur Anekdoten von Schmoltke miterleben und kein Bezug auf den bereits erschienenen Titel genommen wird. Allerdings kommen wir nicht umhin, eine Vorstellung von dem Arbeitsleben der beiden Protagonisten zu bekommen, da sie immer wieder per Blackberry mit Mails bombadiert werden.

Mir hat das Buch wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefallen.Schmoltke selbst ist zwar eine äußerst anstrengende Person, hat man aber mit ihm die Griechenlandreise erlebet, kommt man – wie bereits im ersten Band – nicht drumherum ihn dennoch zu mögen und sogar ein wenig ins Herz zu schließen.
Mit “Schmoltke – All inclusive” holt man sich auch an kalten Tagen ein bisschen Urlaubsfeeling nach Hause. Auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Buch!

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Vermiss mein nicht von Cecilia Ahern

10. Januar 2012 at 20:04 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

440 Seiten

ISBN: 978-3596167357

EUR 8,95 (D)

Verlag: Fischer

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Als Sandy Shortt zehn Jahre alt ist, verschwindet ein Mädchen aus ihrer Klasse. Seit dieser Zeit sucht sie leidenschaftlich nach allem, was vermisst wird: nach Socken, Schlüsseln und später auch nach Menschen. In ihrer Suchagentur macht sie Angehörigen Mut, denn sie gibt niemals auf.

Doch als Sandy den Auftrag bekommt, den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden, verirrt sie sich im Wald und verschwindet selbst – an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur “Hier” nennen. Dort begegnet sie Menschen, die sie schon lange gesucht hat, und auch jemandem, den sie fast vergessen hätte: sich selbst.

Währenddessen macht sich Jack auf die Suche nach Sandy …

Eigene Rezension:
Sandy Short kam noch nie damit klar, dass es Dinge gibt, die einfach spurlos verschwinden. So war es schon als sie zehn Jahre alt war und eine Schulkameradin einfach so verschwand und nie wieder auftauchte. Nach diesem Ereignis war nichts mehr so wie vorher. Sie konnte einfach nicht akzeptieren, dass auch mal Socken, Schlüssel oder andere Gegenstände verschwinden. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie später eine Agentur betreibt, die sich ausschließlich mit der Suche nach verschwundenen Personen beschäftigt.
Diese Aufgabe füllt sie auch aus, bis sie den Auftrag bekommt den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden. Denn bei dieser Suche verirrt sie sich selbst und landet an einem seltsamen Ort. Das weiß aber keiner, denn nun gilt es Sandy zu finden. Nichts war schlimmer für sie, als die Vorstellung selbst eines Tages wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Zum Glück gibt es Jack, der sich gleich auf die Suche nach ihr macht, doch kann er sie zurückholen von dem magischen Ort, den alle nur “Hier” nennen und von dem keiner außer Sandy etwas ahnt?

Wer hier einen realitätsnahen Roman erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Geschichte beginnt zwar wie aus dem Leben gegriffen, driftet aber ins dann langsam fantastische ab. Verbringen wir nicht alle unglaublich viel Zeit damit, um verloren geglaubte oder verlegte Gegenstände zu suchen? Dass es einen Ort geben soll, der sich “Hier” nennt, an dem sich all diese Dinge inklusive verschwundener Menschen sammeln soll, ist doch irgendwie eine beruhigende Vorstellung.

“Vermiss mein nicht” ist wundervoll geschrieben und lässt sich richtig schnell und flüssig lesen. Die Protagonisten Sandy und Jack sind auch sympathisch und lebendig geschildert. Und die Grundidee der Geschichte ist auch mal etwas neues. Dennoch gibt es ein großes aber. Meiner Meinung nach scheiterte es etwas an der Umsetzung. Teilweise war der Verlauf richtig langweilig und die Handlungsstränge von den beiden Charakteren waren das eine oder andere Mal recht holprig zusammengesetzt.

Alles in allem war der Roman von Cecilia Ahern ein netter Schmöker für zwischendurch. Als ich mit dem lesen angefangen habe, erwartete ich etwas ganz anderes. Ich war sehr positiv überrascht. Allerdings fehlte mir für meinen Geschmack doch ein wenig Spannung. Ich finde, dass es schönere Romane von der Autorin gibt und möchte das Buch nur an Leser empfehlen, die mal etwas lockeres, leichtes lesen wollen und kein Problem haben, wenn es mal etwas fantastisch wird…

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Das Tagebuch des Teufels von Nicholas D. Satan

8. Januar 2012 at 21:01 (Bücher, Rezensionen)

Hardcover

160 Seiten

ISBN: 978-3821860664

EUR 12,95 (D)

Verlag: Eichborn

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Ein Höllenspektakel: Die Weltgeschichte aus der Sicht des Teufels Schwarz, böse und verdammt cool ist das Tagebuch des Teufels. Aus erster Hand erfahren Sie die unterschlagene Wahrheit hinter den zehn Geboten, warum die Jungfräulichkeit Marias ein sexueller Betriebsunfall war und weshalb auch Pest und Cholera ihren Charme haben. Am Anfang stand ein kleiner Sündenfall: Weil der große Boss es partout nicht ertragen konnte, wenn einer seiner Untergebenen nicht kuschte, wird der Teufel aus dem Reich des Schöpfers hochkant rausgeworfen. Zu stolz, um Gnade zu bitten, erschafft Satan die Unterwelt und sinnt mit inzwischen arbeitslosen Überläufern auf Rache. Der Plan: die Weltherrschaft. In seinem jetzt gefundenen und erstmals transkribierten Tagebuch erfahren wir in allen Details, mit welcher Perfidie er sich ans Werk machte: wie Satan sich die großen Plagen patentieren ließ und wann er seine Fassung der zehn Gebote entwickelte. Wie er vom Projekt »Jesus« erfahren hat und trotzdem zu spät bei Maria war. Warum J. zwar naiv, aber leider nicht bestechlich war. Im Gegensatz zu Pontius Pilatus und Barabas. Doch das war erst der Beginn seiner allumfassenden Herrschaft, die – glaubt man seinem Tagebuch – bis heute andauert …

Eigene Rezension:
Mich hat ja schon immer mal interessiert was der Teufel so denkt. Immer wird er durch den Schmutz gezogen und jeder hat so seine eigene Sichtweise was ihn betrifft. Aber ich wollte einfach mal wissen wie der die Welt so sieht und was ihm den Ansporn zu seinem Verhalten gibt. Was eignet sich da besser, als sein Tagebuch?

Ja ihr habt richtig gelesen, wir können hier “Das Tagebuch des Teufels” lesen und erfahren so hautnah wie alles begann und was er so auf dem Kerbholz hat. Er war nicht nur so freundlich, seine Aufzeichnungen in einem kleinen hübschen Buch mit Goldschnitt zu verpacken sondern hat uns sogar eine Version von dem berühmten Pakt beizulegen.

Euch wird wahrscheinlich auf Anhieb auffallen, dass der Teufel ein großes künstlerisches Talent hat. Auf jeder Seite sind entweder witzige Karrikaturen und Zeichnungen zu entdecken oder aber ein Sammelsurium an Notizen und Photos immer passend zur jeweiligen Andekdote aus der Geschichte.
Der Teufel versprüht nicht nur unheimlich viel Witz und Charme, nein, er hat auch keine Episode im Lauf der Geschichte ausgelassen. Wir können verfolgen wie alles begann am ersten Tag als die Welt entstand. Natürlich immer im Hinblick auf die Bibel bis hin zur heutigen Zeit. Ganz schön interssant wie sich der Lauf der Dinge und der Glaube so gewandelt hat. Und es ist ganz schön imposant was der Teufel schon so alles erlebt und unternommen hat. Er musste so einiges mitmachen.

Mir hat “Das Tagebuch des Satans” richtig gut gefallen. Ich konnte an einigen Stellen nicht nur schmunzeln, sondern musste richtig herzhaft lachen. Ich kann den Autor Nicholas D. Satan nur in den höchsten Tönen loben für diesen kurzweiligen aber sehr großen Spaß.

Und ich muss sagen, dass mir der Belzebub am Ende doch wie ein ganz sympathisches Kerlchen vorkam…

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