Schoßgebete von Charlotte Roche

13. Januar 2013 at 18:43 (Bücher, Bunte Ecke)

Schoßgebetebroschiert

288 Seiten

ISBN: 978-3492054201

EUR 16,99 (D)

Verlag: Piper

Kurzbeschreibung auf Amazon:
In ihrem Millionenbestseller »Feuchtgebiete« bewies Charlotte Roche neben drastischer Offenheit auch Sensibilität und ungestümen Witz. »Schoßgebete« widmet sich einem unserer letzten Tabus: dem ehelichen Sex. Und der Frage, wie ein Paar es schafft, für immer zusammenzubleiben. Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei. Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Liza, und es gibt den Exmann, Lizas Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern. Wobei diese Themen für Elizabeth seit dem Unfall immer zusammengehören. – »Schoßgebete« erzählt von Ehe und Familie wie kein Roman zuvor. Radikal offen, selbstbewusst und voller grimmigem Humor ist es die Geschichte einer so unerschrockenen wie verletzlichen jungen Frau.

Eigene Rezension:
Obwohl mir der Erstling von Charlotte Roche schon nicht sehr gefallen hat, war ich doch schockiert damals von dem Inhalt. „Feuchtgebiete“ war provokant und ekelhalft. Außerdem überzeugte das Buch dann doch irgendwie durch Witz und es war inhaltlich etwas neues. Eben ein Skandalbuch. Also musste ich rein aus Neugier „Schoßgebete“ haben.

Da schon das Cover so ähnlich aussieht, wie das erste Buch der Autorin, war ich irgendwie der Meinung, dass die Lektüre wenigstens inhaltlich Ähnlichkeit mit dem ersten Roman haben würde. Wer vor dem Kauf genauso denkt wie ich, den muss ich leider enttäuschen. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Dass sich die Protagonisten schon unterscheiden, kann man dem Klappentext entnehmen. Wie aber der Verlauf der Geschichte sich verhält überhaupt nicht.

Ich persönlich war in „Feuchtgebiete“ schon nicht überzeugt vom Schreibstil. Allerdings kommt das in „Schoßgebete“ noch deutlicher zum Vorschein, weil inhaltlich einfach nicht wirklich viel passiert. Die Geschichte zieht sich ins endlose und man hat das Gefühl, die Protagonistin redet nur um den heißen Brei herum und erzählt einigermaßen langweilige Anekdoten aus ihrer Ehe und ihrer Vergangenheit und warum ihr Verhalten wohl so ist, wie es ist.

Mich konnte das Buch ganz und gar nicht überzeugen. Schade, ich hoffte wirklich, wieder so ein ekelhaftes Skandalbuch in den Händen zu halten und dann war ich nur noch enttäuscht, weil das komplette Gegenteil der Fall war. Naja fast, denn über sexuelle Details kann sie schon weiterhin begeistert schreiben. Aber will das der Leser wirklich wissen?

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