Schmerzverliebt von Kristina Dunker

13. Januar 2013 at 14:06 (Bücher, Rezensionen)

SchmerzverliebtTaschenbuch

224 Seiten

ISBN: 978-3407786760

EUR 6,95 (D)

Verlag: Beltz & Gelberg

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Ein Buch zu dem brisanten Thema „Ritzen“, eine Geschichte über die Liebe und Wege aus der Krise. Erste große Liebe, ein glückliches Zuhause – Pias Leben scheint in Ordnung zu sein. Doch sie hat ein Geheimnis: Wenn sie unglücklich ist, verletzt sie sich, nach dem Motto „Schmerz lass nach“. Wie seltsam das ist, weiß Pia genau. Bei Sebastian aber findet sie endlich die Geborgenheit, nach der sie sich so gesehnt hat. Und zum ersten Mal merkt sie, dass sie dem Zwang zum „süßen Schmerz“ widerstehen kann. Ihre Befreiung beginnt, als sie sich outet und Sebastian ihr beweist, dass er zu ihr hält.

Eigene Rezension:
Wer mich kennt, weiß dass ich Jugendbücher liebe. Ich komme kaum an Geschichten über ernste Themen vorbei. Ich liebe es einfach, mir Gedanken über ernste Dinge zu machen, vor denen man meiner Meinung nach nicht die Augen verschließen sollte. Und so ging es mir auch mit „Schmerzverliebt“. Zufällig bin ich über den Titel gestolpert und der Klappentext sprach mich demenbtsprechend sofort an.

Ich finde es sehr schwierig über das Thema Borderline und „Ritzen“ zu sprechen. Doch die Autorin zeigt in „Schmerzverliebt“ sehr viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen. Behutsam verpackt sie die ernste Thematik in einer Geschichte, die interessant ist und zum nachdenken anregt.
Der Schreibstil dabei ist jugendgerecht. Kristina Dunker bingt die Gefühle sehr verständlich rüber und diese wirken auf mich absolut authentisch und überhaupt nicht aus der Luft gegriffen. Sie bringt das Thema Borderline einem jungen Erwachsenen wieder, ohne ins fachchinesische zu gehen. So wird es gerade jungen Lesern leicht gemacht sich einzufühlen.
Außerdem zeigt sie nicht nur die Seite von Pia, der Betroffenen, selbst, sondern auch von der Familie und ihren Umfeld. Und diese Personen sind alle nicht ganz so unschuldig an den Gefühlen des Mädchens.

Ich persönlich, habe etwas anderes von dieser Geschichte erwartet. Ich wurde aber nicht enttäuscht, einfach nur überrascht. Mir gingen die Gefühle und Handlungen von Pia sehr nahe und ich muss meinen absoluten Respekt vor der Autorin aussprechen, wie sie aus der Geschichte gemacht hat und dabei nichts geschrieben hat, was aus der Luft gegriffen klingt.  Die Meinung einiger anderer Leser, das der Inhalt oberflächlich wäre, kann ich leider nicht teilen. Natürlich ist Kristina Dunker, vielleicht fachlich nicht so tief ins Detail gegangen, darum ging es aber auch für mich in dieser Geschichte überhaupt nicht.

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2 Kommentare

  1. Corinna said,

    Ich find’s ja schon mal gut, dass ein Jugendbuch so eine Thematik überhaupt aufgreift. Erwachsene können anschließend ja noch zum Fachbuch greifen.

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