Dann bin ich eben weg von Christine Feher

13. Januar 2013 at 15:06 (Bücher, Rezensionen)

Dann bin ich eben wegTaschenbuch

192 Seiten

ISBN: 978-3570301708

EUR 6,95 (D)

Verlag: cbt

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Authentische Geschichte, die Mut macht, dem Schlankheitswahn zu trotzen

Obwohl Sina nicht dick ist, passt sie in die geile Jeans von Melli nicht rein. Als sie eines Tages die Butter aus dem üppig belegten Käsebrot ihrer Mutter hervor quellen sieht, überkommt sie der Totalekel. So dick und frustriert will sie nicht werden! Sina beginnt eine Diät. Bald passt sie in die Jeans – und endlich beachtet sie auch ihr heimlicher Schwarm Fabio. Doch irgendwann kann Sina nicht mehr aufhören mit dem Kalorienzählen. Als die anderen merken, was mit ihr los ist, ist sie schon viel zu dünn…

Eigene Rezension:
Wer mich kennt, weiß dass ich Jugendbücher liebe. Ich komme kaum an Geschichten über ernste Themen vorbei. Zufällig bin ich über den Titel gestolpert und der Klappentext sprach mich demenbtsprechend sofort an.
Leider ist das Thema Schlankheitswahn und die damit viel zu oft verbundenen Essstörungen immer und immer wieder aktuell. Viele hübsche Mädchen meinen sich zu Tode zu hungern, nur weil ihnen irgendetwas vermittelt wird, und das macht mich immer wieder wütend.

Die Autorin hat die Gefühle von Sina sehr authentisch wiedergegeben. Die Geschichte ist aus der Sicht des Mädchens geschrieben und der Leser bekommt Stück für Stück ihre Entwicklung mit. Wir erfahren so ganz genau was in ihrem Kopf vorgeht.

Ich habe „Dann bin ich eben weg“ in einem Rutsch verschlungen und habe richtig mitgelitten. Ständig wollte ich Sina schütteln, um sie zur Vernunft zu bringen. Doch was hätte es geholfen? Menschen mit Essstörungen müssen selbst zur Erkenntnis kommen. Auf jeden Fall hat Christine Feher das Problem Magersucht sehr Realistisch auf den Tisch gebracht. Schon allein die Tatsache, wie schnell man daran erkranken kann, ist erschreckende. Das Happyend war für mich weniger echt, da so ein Heilungsprozess viel langwieriger ist. Allerdings halten wir dafür auch ein Jugendbuch in den Händen. Von daher kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.
Allerdings habe ich in einigen Rezensionen gelesen, das dieses Buch einige Mädchen als Anleitung aufgenommen haben und das finde ich äußerst erschreckend. Auf der einen Seite betont dies das Talent der Autorin und ihre Glaubwürdigkeit, auf der anderen Seite möchte ich in diesem Fall zumindest Teenagern eher vom Kauf abraten.

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