Kälte von Michael Northrop

11. Januar 2013 at 21:56 (Bücher, Rezensionen)

KälteTaschenbuch

256 Seiten

ISBN: 978-3785574287

EUR 6,95 (D)

Verlag: Loewe Verlag

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Es schneit wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Scotty und seine Freunde Pete und Jason gehören zu den letzten sieben Schülern ihrer Highschool, die darauf warten, nach dem Unterricht abgeholt zu werden. Bald jedoch wird klar, dass niemand mehr kommen wird. Anfangs scheint es noch gar keine so schlechte Sache zu sein, den Abend und schließlich die Nacht in der Schule verbringen zu müssen immerhin sind die zwei süßen Mädchen Julie und Krista mit von der Partie. Doch als zuerst der Strom ausfällt, dann die Heizung, schließlich die Wasserleitungen einfrieren und der Schnee draußen immer höher steigt und sie in Dunkelheit hüllt, liegen die Nerven blank und plötzlich geht es ums nackte Überleben.

Eigene Rezension:
Ich liebe Jugendbücher und ich liebe Thriller. Da konnte ich an diesem Buch von Michael Northrop natürlich nicht vorbeigehen, nachdem ich den für mich sehr interessanten Klappentext gelesen hatte.

Vor allem mitten im Sommer hat mich das Buch total angesprochen. Es macht dem Titel alle Ehre. Denn auf dem Cover ist ein völlig eingeschneites Haus zu sehen um dem immer weiter der Sturm tobt. Sehr passend zum Inhalt, denn dieses zugeschneite Gebäude ist wohl die Schule in der sich in „Kälte“ alles abspielt.

Inhaltlich stellt man es sich wahnsinnig spannend vor. Der Autor beschreibt die Szenerie auch wirklich plastisch. Wie muss es sich für fünf Jugendliche eingesperrt in der Schule zu sein? Völlig abgeschottet, fernab jeglicher Zivilisation und ohne zu wissen, wann es wieder nach Hause geht und ob die Familie wohlauf ist.
Mit dem flüssigen, jugendlichen Schreibstil ist es für den Leser auch leicht, das Buch in windeseile zuverschlingen.Die Geschichte und die Erlebnisse selbst werden aus der Sicht von Scotty, einer der fünf Jugendlichen erzählt.
Ein wenig schade ist es, dass soviel Spannung verloren gegangen ist, wo welche hätte da sein können. Es ist nicht so wirklich viel passiert und die ganze Zeit erwartet der Leser, dass bald irgendwelche unvorhergesehenen schlimmen Dinge geschehen. Aber das ist nicht der Fall.

Alles in allem hat mir das Buch letztendlich gerade deswegen so gefallen, weil eben nichts passiert ist. Es ging sehr auf die Psyche und ich habe wirklich mitten im Sommer das frösteln angefangen. Außerdem konnte ich mich wunderbar in die Geschichte hineinversetzen und überlegte mir die ganze Zeit, wie ich mich in dieser Situation wohl verhalten hätte und wie schnell aus Feinden Freunde werden können oder sogar Freundschaften auseinander gehen, wenn man sich so richtig in die Enge getrieben fühlt und sich blind auf den anderen verlassen muss.
Ein großes Kompliment an den Autor von mir und beide Daumen hoch, für diesem authentischen Jugendthriller.

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