Evil von Jack Ketchum

6. Januar 2013 at 12:54 (Bücher, Rezensionen)

evilTaschenbuch

336 Seiten

ISBN: 978-3453675025

EUR 8,95 (D)

Verlag: Heyne Hardcore

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.

Eigene Rezension:
Jemand, der meinen Buchgeschmack in Sachen Thriller teilt, hat mir dieses Buch empfohlen und war der Meinung, dass dieses genau meinen Lesenerv trifft. Es dümpelte noch lange auf meine Wunschliste herum, bis ich endlich zugriff und schnell anfing es zu lesen…

Es beginnt mit einem relativ langem Vorwort von Stephen King. Allerdings weiß ich nicht was ich davon halten soll. Wird mit dem bekannten Namen nur Werbung gemacht? Oder wollte der legendäre Autor zu diesem Buch seinen Senf geben?
Wäre ersteres der Fall, müsste nämlich erwähnt werden, dass Jeck Ketchum diese Werbung gar nicht nötig hat.

Jack Evil hat das Talent, eine Geschichte richtig lebendig werden zu lassen. Gefühle werden mit Leichtigkeit vom Leser nachempfunden und die Szenerie scheint echt zu sein. Gleichzeitig ist die Handlung ganz einfach gestrickt. Ein Verbrechen, von dem man vielleicht schon einmal irgendwo gelesen hat oder wie sie in anderen Büchern auch das eine oder andere mal geschehen. Und gerade das macht „Evil“ so unglaublich furchtbar. Doch ist das gut bei einem solchen Inhalt? Denn die Verbrechen und die Emotionen der Opfer scheinen gar nicht so weit weggeholt zu werden. Und das ist genau die Mischung die Leser an ihre Grenzen bringen kann. Wo man anfängt, nicht mehr unbedingt daran zu denken, das wir hier nur irgendeine Geschichte in den Händen halten.
Eines muss ich auf jeden Fall sagen: Der Autor ist trotz des Grauens – oder vielleicht gerade deswegen – welches er uns hier präsentiert, einfach grandios.

Mich hat das Buch geschockt und zum Weinen gebracht. Ich kann als hartgesottener Fan der schlimmsten Thriller sagen, dass dies kaum ein Buch schafft und nach so manchen Buch gedacht habe, jetzt kann mich nichts mehr schocken. Und doch war das der Fall. Ich wurde an Abgründe geführt, die weit über das menschliche hinaus gehen und mir wurde vor Augen geführt, zu was Menschen überhaupt fähig sind und was man einander antun kann. Dass der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen war, hat das Grauen eigentlich nur noch schlimmer gemacht, weil ich so nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Ich möchte das Buch nur bedingt weiterempfehlen, da dieses Grauen, welches in „Evil“ beschrieben wird, mit Sicherheit nichts für jedermann, ja nicht einmal für alle Thrillerfans etwas ist.

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