Die Wanderhure von Iny Lorentz

3. Januar 2013 at 20:02 (Bücher, Rezensionen)

Die WanderhureTaschenbuch

607 Seiten

ISBN: 978-3426629345

EUR 9,99 (D)

Verlag: Knaur

Kurzbeschreibung von Amazon:
»Die grausame Welt des Mittelalters und der Kampf einer Frau um ihr persönliches Glück.« Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adeligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaus treibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf …

Eigene Rezension:
Irgendwann vor Jahren ist mir der Titel mal ins Auge gesprungen und auf meine Wunschliste gelandet. Als dann der gleichnamige Film bekannt wurde, konnte ich es nicht mehr lassen und musste das Buch endlich lesen.

Der Inhalt der Geschichte selbst, hat mich sehr angesprochen. Allerdings werden meiner Meinung nach viele Passagen zu sehr in die Länge gezogen und gehen ins Langweilige über. Ich hatte das Gefühl, wieder zu wissen, warum mir historische Romane so gar nicht gefallen.
Der Kern des Buches widerrum hat mir sehr gut gefallen. Ich konnt mit Marie mitleiden und sie bewundern. Für den Leser kann „Die Wanderhure“ durchaus eine Achterbahnfahrt der Gefühle werden. Von Hass, Sympathie, Leidenschaft über Mitgefühl ist wirklich alles dabei.

Auch die Rolle von Marie kann sehr beeindruckend sein. Sie wird geschändet und erlebt das furchtbarste, was einer Frau passieren kann und keiner glaubt ihr. Dennoch schwört sie Rache und sagt das nicht mal im Eifer des Gefechts einfach mal so daher. Sie ist eine Kämpfernatur. Und das zeugt von Stärke.
Für mich war außerdem die Perspektive und die Sichtweise des Buches mal etwas neues. Selten liest man von solchen Intrigen, wie sie sich im Mittelalter abgespielt werden können, aus der Sicht einer Frau. Immer hört man nur von Hexen und das Männer die Macht hatten. Hier wird die Sache mal von der anderen Seite beleuchtet.

Die Sprache welche die Autorin verwendet ist ganz alltäglich und gut nachvollziehbar. Wir verzichten also auf den für das Mittelalter typischen Sprachgebraucht. Das mag den einen stören, für mich war das allerdings ein großer Pluspunkt.

Das Mittelalter und die Rolle der Frau hat mich einfach schon immer sehr interessiert. Dabei mag ich allerdings historische Bücher gar nicht. Dieses allerdings konnte mich begeistern und rühren.
Wären die für mich eher langweiligen langen Stellen des Buches nicht gewesen, könnte ich mir durchaus vorstellen auch die Fortsetzungen des Romans zu lesen. So verzichte ich aber ehrlich gesagt lieber darauf.
Wer aber historische Geschichten liebt, der kommt an diesem Buch allerdings nicht vorbei. Ein Pageturner war „Die Wanderhure“ für mich auf keinen Fall.

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