Cry Baby von Gillian Flynn

3. Januar 2013 at 19:31 (Bücher, Rezensionen)

Cry BabyTaschenbuch

320 Seiten

ISBN: 978-3596173945

EUR 8,95 (D)

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Ein Ort in der tiefsten Provinz: Zwei Mädchen an der Schwelle zum Teenager, auffallend hübsch, werden brutal ermordet. Verstümmelt. Alle Zähne gezogen.

Das ist der Fall, über den die Journalistin Camille Preaker schreiben soll: Sie stammt aus Wind Gap, der trostlosen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Doch statt auf die große Story trifft sie auf ihre eigene dunkle Vergangenheit, die sie nie losgelassen hat. Sie wird zurückgeschleudert in die beklemmende Enge des Ortes, zu seinen feindseligen Bewohnern. Zurück in den eiskalten Schoß der Familie. In das Haus, das niemals ein Zuhause war. In dem noch immer dieselben Gespenster wohnen wie damals. Doch heute verbreiten sie nicht nur Angst und Schrecken. Sie töten.

Eigene Rezension:
Eigentlich fiel mir dieser Thriller nur zufällig in die Hände. Doch immer wieder animierten mich andere Leser, dieses Buch doch endlich in die Hände zu nehmen. Denn das sei ein Titel, der nicht nur spitze ist, sondern meinen Lesenerv auch absolut treffen würde. Und sie hatten recht. Ich wurde nicht sehr enttäuscht.

Von Anfang an viel mir beim Lesen die unglaubliche Traurigkeit der Journalistin Camille Preaker und ihre Melancholie auf. Und dieses Gefühl zog sich durch das ganze Buch. In der ganzen Geschichte herrscht eine sehr düstere Stimmung.
Das wäre nichts schlechtes, wenn nicht die Spannung gefehlt hätte. Zwar ist der Verlauf interessant und die Handlung dennoch vielversprechend, aber teilweise wirkte der Inhalt langatmig. Zum Glück verliert sich das nach und nach und es kommt doch noch Spannung auf.

Von den Morden in Wind Gab und der stückchenweisen Aufklärung lesen wir aus der Sicht von der Hauptprotagonistin, der Journalistin Camille Preaker. Und diese Frau geht einem wirklich ans Herz. Vor allem dann, als der Leser so nach und nach von ihrer Vergangenheit erfährt. Denn sie schreibt nicht nur den Artikel über die Morde, sondern setzt sich gezwungener Maßen in der Stadt in der sie aufgewachsen ist, mit ihren ganz eigenen Problemen auseinander. Und die haben es in sich.

Die Autorin hat sich meiner Meinung mal eine Geschichte einfallen lassen, die sich sehen kann. Leider hat sie es nicht geschafft, diese genauso interessant und spannend darzustellen, wie sie hätte sein können, was ich sehr schade finde.

Alles in allem hat mir der Thriller schon allein wegen der Thematik richtig gut gefallen. Einen Pageturner halten wir allerdings nicht in den Händen, weil einfach zu viel Spannung fehlte. Deswegen kann ich das Buch nur bedingt empfehlen. Wer auf nicht so viel Action steht und dem es nichts ausmacht wenn es nur langsam in einer Geschichte vorangeht, dem kann ich das Buch empfehlen. Ansonsten habe ich sehr gemischte Gefühle zu „Cry Baby“, weil es mir trotz sehr guter Story an Aufregung komplett fehlte.
Allerdings ist das Buch gerade zu perfekt für graue Herbstabende, da Traurigkeit, Melancholie und das Düstere sich durch die Geschichte ziehen.

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