Dieser eine Moment von Christoph Wortberg

2. Januar 2013 at 20:24 (Bücher, Rezensionen)

Dieser eine MomentTaschenbuch

192 Seiten

ISBN: 978-3407743275

EUR 7,95 (D)

Verlag: Beltz & Gelberg

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Jan war nur eine Sekunde unaufmerksam – und verursacht einen Unfall, bei dem eine junge Frau schwer verletzt wird. Er flüchtet, aber er findet keine Ruhe. Schließlich spürt er die Frau, Catrin, im Krankenhaus auf – sie ist erblindet … Monate danach trifft er Catrin zufällig wieder. Doch Jan wagt nicht zu sagen, wer er ist. Sie kommen sich näher und plötzlich begreift Jan, was in seinem Leben wirklich fehlt: Wider alle Vernunft brechen die beiden aus dem Alltag aus und lassen sich in den Rausch einer bedingungslosen Liebe fallen. Eine beeindruckende Roadstory über Schuld und Sinnsuche – und eine leise, eindringlich und wunderschön erzählte Liebesgeschichte.

Eigene Rezension:
Als ich das Buch in die Hand nahm, hatte ich noch die Annahme eine schnelle und kurze Jugendgeschichte zu lesen. Ein Buch das man mal liest, wenn man gerade keine Lust auf einen dicken und schweren Schmöker hat. Eben eine lockere und leichte Lektüre. Und so war es dann auch. Doch am Ende war der Lesespaß noch vorbei, aber die Geschichte selbst blieb noch länger im Gedächnis. Denn wenn das Buch eines tut, dann vorallem die eigenen Gedanken anregen.

Der Autor hat das Talent Gefühle und Emotionen lebendig werden zu lassen. Er braucht nicht viele Seiten, um eine Geschichte zu Papier zu bringen, die eindeutig ans Herz geht. Wir lesen von Vergessen und Verzeihen und vor allem von Schuldgefühlen und von Unglück und wie man mit schweren Schicksalsschlägen umgeht. Und wir werden dazu anmiert zu überlegen was richtig und was falsch ist und warum wir oft die falschen Entscheidungen treffen, obwohl man es doch ganz klar besser weiß.
Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Jan, der vor lauter Schuldgefühlen nicht mehr weiter weiß. Er hat schließlich einen Unfall verursacht, bei dem eine junge Frau ihr Augenlicht verloren hat. Auf der anderen Seite erfahren wir wie es der verletzten Catrin ergeht und wie sie nun mit ihrem Leben zurecht kommt ganz ohne etwas zu sehen.
Eine kleine Besonderheit ist der Aufbau der Handlung. Nicht nur das wir im Wechsel beide Perspektiven zu lesen bekommen. Die Charakter springen gedanklich auch in der Zeit. Mal lesen wir in der Gegenwart wie es den beiden geht, mal in der Vergangenheit. Dennoch kommt man ganz leicht mit.

Der Schreibstil ist richtig einfach gehalten. Man muss sich beim Lesen nicht auf die Sprache konzentrieren, sondern taucht in der Geschichte ab und lässt diese auf sich wirken. Dafür bleibt ganz viele Raum für Gefühle und Emotionen.

Auch das Cover ist richtig gut getroffen. Man sieht Natur und Landschaft und zwei Menschen die mit geschlossenen Augen am Wasser liegen. Die Farben sind dabei nicht kräftig. Das ganze schaut verträumt aus.

Mir hat das Buch von Anfang an richtig gut gefallen. Ich lese sehr gerne Jugendbücher und das hat mich einfach richtig positiv überrascht, weil es mich dazu brachte nachzudenken. Am Ende war ich regelrecht ergriffen und ich war noch lange mit der „Dieser eine Moment“ beschäftigt. Denn nur ein kleiner Moment kann alles ändern und wie man mit Veränderungen und schlimmen Geschehnissen umgeht, kann riesigen Einfluss auf das ganze Leben und unter Umständen auch auf das anderer haben. Aber wer sagt uns was richtig und was falsch ist?

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