Die Einsamkeit des Todbringers von Greg F. Gifune

26. Juli 2012 at 23:46 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

256 Seiten

ISBN: 978-3865520982

EUR 13,95 (D)

Verlag: Festa

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Dieser Roman ist ein Psychogramm in schwarz.Greg F. Gifune (geb. 1963) gilt als »einer der besten Autoren seiner Generation«. Neben vielen Erzählungen sind bereits 15 Romane von ihm erschienen. Ihr dunkel-melancholischer Ton hat ihm unter Kritikern und Lesern fanatische Fans gesichert. Er lebt mit seiner Frau und einer ganzen Schar Katzen in Massachusetts/USA.Tom Piccirilli: »Greg F. Gifune weiß, wie er dir das Blut in den Adern gefrieren lässt.«Brian Keene: »Gifune ist, ganz einfach, einer der absolut besten Erzähler der Dark-Fiction.«Robert Dunbar: »Hart, gnadenlos und leidenschaftlich wie die pure Sünde.«Ed Gorman: »Greg Gifune ist wirklich einzigartig. Er bringt Licht in seine Dunkelheit und Dunkelheit in seine Wirklichkeit. Unter den jungen Thrillerautoren gehört er zu meinen Lieblingen.«

Eigene Rezension:
Dignon Malloy hat sich mehr oder minder selbst aufgegeben. Er trinkt, nimmt Tabletten, ist grau und lebt in einer düsteren Wohnung und einer noch tristeren Stadt. Sein bester Freund ist sein Bruder, der ein Transvestit ist und sein einziger Ansprechpartner, dem er von seinen Sorgen und Nöten erzählen kann.
Und dann verändert ein Buch alles in seinem traurigen Leben. Denn in dem gebrauchten Schmöker steht die Telefonnummer von Bree und er kann nicht anders. Er muss sie einfach anrufen.

Der Thriller von Greg F. Gifune sticht sofort durch den besonderen Schreibstil hervor. Das Buch ist kaum spannungsgeladen und rasant und trotzdem möchte man es nicht mehr aus der Hand legen.
Der Autor schafft es eine melancholische und düstere Stimmung zu schaffen. Man neigt selbst mit Dignon zusammen während des Lesens in eine Art Depression zu fallen und möchte mit ihm einfach nur helfen.

Das Buch ist trotz Kälte und Dunkelheit, die man während des Lesens spürt auch für zartbesaitete Leser geeignet. Der Roman ist nämlich relativ unblutig und wird erst im letzten Teil eklig. Greg F. Gifune besticht auch nicht durch Spannung. Denn das war der Thriller nicht wirklich. Es ist überhaupt sehr faszinierend, mit wie wenig Handlung und Wendungen der Autor auskommt. Vergleichsweise andere Bücher würde man als langweilig abstempelt. Nicht aber wenn der Verfasser Greg F. Gifune heißt. Denn der schafft es wie von Zauberhand den Leser an seine Geschichte zu fesseln.

Ansonsten ist der Schreibstil des Autors melancholisch. Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet. Man leidet und fiebert als Leser regelrecht mit Dignon mit und möchte ihm helfen, die Geschichte des ominösen Buches möglichst schnell aufzuklären und zuende zu bringen.

Ich selbst habe das Buch an heißen Sommertagen gelesen und musste doch frösteln, weil ich einfach eine Gänsehaut von der Stimmung in dieser Geschichte bekam. Ich habe die Geschichte und die ganze Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann nur mein absolutes Kompliment an den genialen Autor aussprechen. Man meint als Thrillerliebhaber schon alles zu kennen und wird von “Die Einsamkeit des Todbringers” wieder völlig überrascht, wie es typisch für den Autor ist.

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