Wächter der Menschheit von Simon R. Green

30. Mai 2012 at 08:09 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

544 Seiten

ISBN: 978-3404206155

EUR 8,99 (D)

Verlag: Bastei Lübbe

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Wisst ihr was? Es ist alles wahr. Alles, wovor ihr euch immer gefürchtet habt, angefangen bei Verschwörungstheorien bis hin zu Monstern unter dem Bett und Geistern und Ghoulen. Der einzige Grund, warum sie noch nicht die Welt beherrschen, ist, dass meine Familie schon immer da war und sich ihnen in den Weg gestellt hat. Wir bewachen die Tür, bewahren euch vor dem bösen Wolf, und dabei kennt ihr noch nicht mal unsere Namen. Mein Name ist Bond. Shaman Bond. Na ja. Eigentlich ist das nur mein Deckname. Wenn du ständig mit den Geschöpfen der Nacht zu tun hast, kannst du jedes Bisschen Humor gut brauchen. Mein echter Name lautet Eddie Drood. Und ich habe die Lizenz, dem Übernatürlichen in den Arsch zu treten. Ich habe meinen Job immer geliebt. Bis er mir eines Tages um die Ohren flog …

Eigene Rezension:
Als ich das Buch in die Hand nahm, hatte ich schon Angst wieder einen Fantasyroman über Vampire, Zombies, Ghoulen und ähnlichen Monstern zu lesen, wie wir sie schon massenhaft kennen. Doch ich wurde völlig überrascht. Das Gegenteil ist hier der Fall.
Ja, es geht natürlich um übernatürliche Wesen, doch völlig anders als erwartet. Denn diese Wesen, über die wir immer wieder lesen können oder vor denen wir uns in Filmen fürchten, existieren tatsächlich. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum wir davon noch nichts wissen. Warum uns noch kein furcherregender und ekelhafter Zombie begegnet ist. Ganz einfach: weil es jemanden gibt, der die Menschheit vor dem übernatürlichen und bösen beschützt. Sein Name ist Eddie Drood. Seine Familie und er bekämpfen alles, was uns Menschen auch nur irgendwie gefährlich werden könnte. Und er macht seinen Job eigentlich ganz gern. Eines Tages kann er seinen Job nicht mehr auf die übliche Weise ausführen, da ihn seine Familie nicht mehr lässt. Er wurde für vogelfrei erklärt, was ihm noch einige zusätzliche Probleme beschert.

Meiner Meinung nach braucht man relativ lange um in die Geschichte reinzukommen. Hat man sich aber aber durch die ersten 100 Seiten gekämpft, kann man nicht mehr von dem Buch lassen und möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Anfangs ist die Handlung relativ unspektakulär und langweilig. Außerdem ist der Schreibstil zunächst ziemlich störend und hemmt den Lesefluss.
Allerdings sticht im Gegenzug zu dem schleppenden Anfang der unglaublich herrliche Humor hervor. Er ist trocken und böse und man kann mit Eddie das ein oder andere Mal richtig schmunzeln.
Der Hauptprotagonist selbst hat einfach alles, was mir auf Anhieb zugesagt hat. Er ist hart, er ist kühl, hat einen herrlichen Humor und ist unglaublich mutig.
Wenn schon sonst kein Klischee ausgelassen wird, verschont uns der Autor vor allem mit einem: Mit großen Liebesgeschichten. Und das hat mir richtig gut gefallen. Denn solche Bücher gibt es genug.

Das Buch ist für mich kein Meisterwerk gewesen. Aber nach den anfänglichen Schwierigkeiten, hat es bei mir für große Unterhaltung gesorgt. Der Autor hätte sich hier und da ein wenig kürzer fassen können. Dann wäre die Geschichte perfekt gewesen. So kann ich „Wächter der Menschheit“ leider nur bedingt an Fantasyfans weiterempfehlen, die auf der Suche nach vielen Klischees, tapferen Kämpfen und trockenem Humor sind, allerdings auf die Liebe gut und gerne mal verzichten möchten.

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