Horrorjobs von Tobias Kurfer

29. Mai 2012 at 09:42 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

206 Seiten

ISBN: 978-3596191093

EUR 9,99 (D)

Verlag: Fischer

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Tobias Kurfer hat sie schon fast alle selbst erledigt, die Horrorjobs an den Randbezirken der Erwerbsarbeit. Egal, ob als Sargträger, Geisterbahnerschrecker, Dildoverkäufer, Dogwalker oder Fußballmaskottchen sie waren stressig, eklig, nervtötend, undankbar, mies bezahlt oder einfach nur peinlich. Jetzt berichtet er vom Scheitern, Schämen und Durchhalten und nimmt seine Leser mit auf einen irrwitzigen Trip durch eine oft fremde und skurrile Berufswelt.

Eigene Rezension.
Habt ihr schon mal über den ein oder anderen Job die Nase gerümpft? Habt ihr euch schon einmal im Alltag gedacht, dass ihr dieser Arbeit niemals nachgehen könntet? Wolltet ihr schoneinmal in der ein- oder anderen Branche hinter die Kulissen gucken? Oder interessiert euch einfach nur was wirklich wahr ist an den Spekulationen, die man zum Beispiel über einen Tellerwäscher anstellt. Wie sieht es denn mit dem Verdienst aus? Und wie mit dem Umfeld? Kann so eine Arbeit Spaß machen?
Nun Tobias Kurfer hat so ziemlich alle möglichen Horrojobs selbst erledigt und beantwortet in „Horrorjobs“ all diese Fragen. Vom Sargträger bis zum Fußballmaskotchen, hat er wirklich alles gemacht und berichtet in seinem Buch von seinen Erfahrungen und seinen lieben Sorgen im entsprechenden Berufsalltag.

Zunächst fällt auf, dass die Kapitel alle recht kurz und schnell und leicht zu lesen sind. Amüsant ist das Buch auch allemal. Allerdings sollte man die Kapitel nicht zu ernst nehmen, da der Autor doch recht wehleidig zu sein scheint. Schon die winzigsten Kleinigkeiten bringen Tobias Kurfer regelrecht an den Rand der Verzweiflung. Es kann natürlich auch sein, dass er einfach zur allgemeinen Erheiterung stelleinweise maßlos übertrieben hat.

Das Buch ist aber nicht nur witzig und bringt den Leser das eine oder andere Mal zum Schmunzeln, sondern ist auch recht informativ und interessant.
Leider schweift der Autor meiner Meinung nach zu oft in die Vergangenheit und die Kindheit ab und hält sich auch sonst oft sehr mit Belanglosigkeiten auf. Das ist nicht nur unrelevant, sondern auch zum Teil gähnend langweilig.
Dafür ist der Schreibstil locker, leicht und flüssig. Man hat diese eher zum gähnen anregenden Stellen von daher schnell überflogen.

Alles in allem ist „Horrorjobs“ dennoch ein ganz amüsantes Buch, dass einen ab und an mal schmunzeln lässt. Man hätte mehr aus der Sammlung machen können. Ich hätte mir mehr erwartet, bekam aber doch einen interessanten Einblick in den ein oder anderen Nebenjob.
Für Leser, die nicht allzu viel erwarten, kann das Buch durchaus sehr unterhaltsam sein. Ein Sachbuch in dem Sinn sollte man hier nicht erwarten. Es soll wohl eher witzig sein und das war das Buch auch ab und zu.

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