Sag Onkel von Greg F. Gifune

21. April 2012 at 15:46 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

220 Seiten

ISBN: 978-3865521248

EUR 13,95 (D)

Verlag: Festa

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Greg F. Gifune schreibt Thriller vom Feinsten. Andy und Angela wurden von ihrem Onkel immer vor allem Übel dieser Welt beschützt. Onkel war ein guter Mensch. Onkel half den Kindern. Onkel wusste immer, was zu tun war. Doch als sie älter werden, ist es für die beiden sehr schmerzhaft, zu verstehen, dass Onkel selbst böse sein muss, um das Böse zu bekämpfen … Mit einem Vorwort von Tom Piccirilli. Greg F. Gifune (geb. 1963) gilt als einer der besten Thrillerautoren seiner Generation«. Neben vielen Erzählungen sind bereits 15 Romane von ihm erschienen. Ihr dunkel-melancholischer Ton hat ihm unter Kritikern und Lesern fanatische Fans gesichert. Er lebt mit seiner Frau und einer ganzen Schar Katzen in Massachusetts/USA.

Eigene Rezension:
Der Onkel ist ein lieber Mensch. Er kümmert sich aufopfernd um seine Schwester und deren zwei Kinder. Gibt es Probleme, wie zum Beispiel mit dem gewaltätigen Ehegatten, ist er sofort zur Stelle. Haben die zwei Teenager Ärger mit wem auch immer, ist er sofort zur Stelle. Und bei allen anderen Sorgen und Ängsten der kleinen Familie natürlich auch. Er ist einfach für alle der Held. Da interessiert es die Familie auch nicht wie er seine Brötchen verdient, oder was er in seiner Freizeit macht. Für jeden ist er das Vorbild schlechthin. Denn er ist ein guter mensch, der von allen geachtet und verehrt wird.
Doch dann ereignet sich ein Vorfall mit dem jungen Mädchen, der alles bisher gedachte infrage stellt und der Junge fragt sich, ob der Onkel wirklich so ein guter Mensch ist…

Wenn man das Cover betrachtet, kann man eigentlich kaum an dem Buch vorbeigehen und ist gezwungen, es sich zumindest einmal näher anzusehen. Es ist in einem auffälligen weiß gehalten auf der ein großes, irgendwie schaurig aussehendes Puppengesicht zu sehen ist, die scheinbar traurig ins Leere blickt.

Der Leser liest die Geschichte aus der Sicht von dem Jungen. Der Onkel ist inzwischen verstorben und er lässt die zeit von damals noch einmal Revue passieren. Wir wechseln also immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit, in die Kindheit von ihm. Der Schreibstil ist wieder typisch für Greg F. Gifune. Er hat einen Schreibstil, der den Leser an das Buch fesselt und gleichzeitig sehr melancholisch und nachdenklich stimmt. Dazu kommt, dass der Autor gleichzeitig sehr flüssig schreibt, so dass man den Thriller nicht mehr aus der Hand legen kann. und es sich um einen richtigen Pageturner handelt.

Positiv fällt auf, dass der Leser richtig zum Nachdenken angeregt wird. Man kommt in einen Gewissenskonflikt, weil der Onkel doch recht sympathisch ist, sich aber gleichzeitig gerne am Rand des Gesetzes bewegt und sehr radikale Ansichten hat. Man leidet als Leser auch mit der Familie mit und fiebert bei den Geschehnissen in der Vergangenheit von Anfang an mit. Die Reaktion und Handlungen vom Onkel machen ihn dann doch wieder sympathisch und man beginnt sich als Leser zu fragen, auf wessen Seite man eigentlich steht.

Mich hat „Sag Onkel“ von der ersten Seite an gefesselt. Greg F. Gifune hat mich mit dem Thriller richtig berührt. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch und ich konnte richtig gut mit ihnen fühlen. Außerdem bin ich wieder restlos begeistert, von der Schreibweise des Autors. Ich habe schon lange nicht mehr einen Thriller so geliebt und verschlungen wie diesen.
Greg F. Gifune hat meinen Lesegeschmack mal wieder genau getroffen. Für mich fehlte es einfach an nichts.

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