Die rote Halle von Karla Schmidt

4. April 2012 at 21:01 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

320 Seiten

ISBN: 978-3492272940

EUR 9,99 (D)

Verlag: Piper Taschenbuch

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Kostümbildnerin Janina Zöllner fliegt mit ihrem Sohn Simon nach Berlin, um an der Abschiedsinszenierung des Choreografen Josef Rost im stillgelegten Flughafen Tempelhof mitzuwirken. Der Tänzer Dave Warschauer ist ebenfalls engagiert. Janina hat den Vater ihres Sohnes seit 15 Jahren nicht gesehen, und obwohl er Janina nicht wiedererkennt, verliebt sie sich ebenso verzweifelt in ihn wie beim ersten Mal. Die Inszenierung gerät ins Stocken, als eine Tänzerin auf mysteriöse und brutale Weise stirbt. Als dann auch noch Simon verschwindet, begreift Janina, dass sie ihren Sohn nur retten kann, wenn sie selbst zur Täterin wird.

Eigene Rezension:
Janina freut sich richtig auf das neue Stück, das einstudiert werden soll. Als sie mit ihrem Sohn in München eintrifft, läuft zunächst alles wie am Schnürchen. Das Ganze hat zwar einen faden Beigeschmack, weil sie dort auf ihre Jugendliebe Dave trifft. Dieser hat ihr einst das Herz gebrochen nachdem er sie geschwängert hat. Ihr Sohn Felix weiß nicht, dass die Mutter nun mit seinem leiblichen Vater zusammenarbeiten soll. Der hat so seine ganz eigenen Sorgen, die typisch für Jugendliche in seinem Alter sind.
Doch als er dann plötzlich verschwindet, ist die fürsorgliche Mutter natürlich in hellster Aufregung. Sie setzt alles daran ihren Sohn lebend zu finden und es droht eine Welt für sie zusammenzubrechen. Und dann wird sie gezwungen selbst zur Verbrecherin zu werden. Das scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um Felix unversehrt wiedersehen zu können.
Wer ist der Entführer? Und was bezweckt er damit? Kann er gerettet werden? Oder kommt nun jede Hilfe zu spät?

Nach dem Thrillerdebüt von Karla Schmidt „Das Kind auf der Treppe“ war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch „Die rote Halle“ und hatte sehr große Erwartungen an die neue Lektüre, weil ich richtig begeistern von ihrem Erstling war.
Diese Erwartungen wurden leider nur bedingt erfüllt. Die Autorin hat wieder mit ihrem Schreibstil überzeugt. So konnte man das Buch in enormer Geschwindigkeit durchlesen. Auch der ungewöhnliche Verlauf der Geschichte ist typisch für sie.
Allerdings hatte die Story so ihre Höhen und Tiefen. Mal waren meine Nerven regelrecht zum zerreißen gespannt und dann konnte ich mir vor langer Weile kaum das Gähnen verkneifen. Mit den Protagonisten konnte ich mich auch kaum identifizieren. Sie wurden vor meinem inneren Auge einfach nicht lebendig.

Alles in allem war „Die rote Halle“ ganz nett für einen Thriller. Allerdings sollte man nicht mit zu großen Erwartungen – wie ich – an das Buch herangehen. Fans von „Das Kind auf der Treppe“ muss ich leider sagen, dass das neue Buch im Gegensatz dazu stark nachgelassen hat.
Lässt man das aber mal völlig außer Acht und setzt nicht soviel Spannung und Raffinesse voraus, ist das neue Buch von Karla Schmidt durchaus lesenswert und sorft wohl für einige nette Stunden.

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1 Kommentar

  1. BOWMORE Darkest said,

    Klingt trotzdem interessant.
    C.H.

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