Der Bestatter von Marina Heib

30. März 2012 at 10:36 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

288 Seiten

ISBN: 978-3492272063

EUR 9,95 (D)

Verlag: Piper Taschenbuch

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Der Körper lag sorgsam aufgebahrt auf einem Bett aus Reisig und Stroh. Bedeckt mit einem weißen Laken. Es gab kaum noch Spuren, seit Tagen regnete es. Christian Beyer, Leiter der Ermittlungsgruppe, trat unter den Plastikbaldachin, um den toten Jungen genauer anzusehen: das vierte Opfer, das vierte tote Kind. Wut stieg in ihm hoch, denn sie hatten nicht viel mehr als die kryptischen Psalmen des Mörders. Die Medien nannten ihn nur den »Bestatter«. Beyer und seine Leute mußten ihn kriegen, bevor es ein fünftes Opfer gab. – »Weißes Licht«, Marina Heibs erster psychologischer Kriminalroman, geht unter die Haut und wird niemanden kalt lassen.

Eigene Rezension:
Die Gestaltung von „Der Bestatter“ weckt richtig Neugier. Zunächst springt einem auf schwarzem Hintergrund der düstere Titel ins Auge. Die blutigen Chirurgenhandschuhe tun ihr übriges. Nach dem sehr vielversprechenden Klappentext, muss man das Buch einfach in die Hand nehmen und lesen.

Die Handlung selbst dreht sich zwar um ein sehr heikles Thema, allerdings kommt der ganze Tathergang doch recht flach daher, ohne sehr in die Tiefe zu gehen. Es geht um Pädophile und das ist eine so ernste Thematik, über dass sich wohl nicht einfach schreiben lässt. Umso wichtiger ist es für den Autor, sich behutsam mit viel Einfühlvermögen ans Schreiben heranzuwagen.
Der Schreibstil ist recht einfach und man sollte theoretisch richtig gut durch die Geschichte kommen. Leider will keine so rechte Spannung aufkommen. Die Story plätschert vor sich hin.
Ein weiterer Kritikpunkt ist leider, das die Protagonisten gar nicht die Chance haben dem Leser ans Herz zu wachsen. Sie sind einfach sehr flach gezeichnet.
Dennoch nimmt die Autorin kein Blatt vor dem Mund. Die Verbrechen selbst sind so gut beschrieben, das dem Leser doch das eine oder andere Mal richtige Gänsehaut überkommt und es einen schüttelt.

„Der Bestatter“ erschien bereits 2006 unter dem Titel „Weißes Licht“. Das wurde von vielen Lesern bemängelt, empfinde ich nicht als störend.

Ich habe den Thriller von Marina Heib in einem sehr rasanten Tempo durchgelesen, da der Schreibstil recht einfach war und mich doch das Ende des Buches interessiert hat.
Allerdings konnte mich „Der Bestatter“ nicht so recht vom Hocker reißen. Wenn es nicht um so ein brisantes Thema gehen würde, könnte ich sagen, dass die Lektüre ein netter Schmöker für zwischendurch ist. So muss ich leider sagen, dass mich das Buch ziemlich enttäuscht hat. Ich habe mir zu Beginn einfach mehr mehr Spannung erhofft. Mal abgesehen vom Schreibstil fehlte mir überall ein bisschen was. Zu wenig Spannung, uninteressante Charakter und zu wenig tiefe bei wichtigen Stellen, dafür eine sehr direkte Ausdrucksweise. Wer nicht zu viel von dem Titel erwartet und nicht allzu verwöhnt von dem ein oder anderen richtig guten Thriller ist, der wird wohl nicht enttäuscht werden.

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2 Kommentare

  1. David said,

    Subbt noch 🙂

  2. dermannfuerdentext said,

    Reblogged this on Der Bär liest.

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