Es wird schon nicht das Ende der Welt sein von Ali Lewis

13. Januar 2012 at 13:36 (Bücher, Rezensionen)

Hardcover

320 Seiten

ISBN: 978-3570153659

EUR 14,99 (D)

Verlag: cbj

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Eine warmherzige Geschichte über Liebe und Versöhnung

»Es wird schon nicht das Ende der Welt sein.« – Als die Backpackerin Liz als Haushaltshilfe nach Timber Creek kommt, auf eine Farm im australischen Outback, geht erstmal einiges schief. Doch verfärbte Wäsche und verbrannter Toast sind Nichtigkeiten gegen eine schwangere Teenagertochter und den tragischen Unfall, der die Dawson-Familie einfach nicht loslässt.

Der 13-jährige Danny Dawson wehrt sich zunächst mit Händen und Füßen gegen die Neue, die alles durcheinander bringt, doch am Ende ist es die unbekümmerte Liz, die seine Familie aus ihrer Schockstarre reißt …

Eigene Rezension:
Danny ist dreizehn Jahre alt und lebt in einer völlig anderen Kultur als wir. Nämlich auf einer Farm im australischen Outback. Dort zu leben ist für ihn ganz normal und der Alltag gefällt ihm eigentlich.
Doch von heute auf morgen geht alles drunter und drüber. Sein über alles geliebter Bruder hatte einen tödlichen Unfall. Das zu verstehen und damit klarzukommen ist allein schon schwer genug. Dann ist seine Schwester, die gerade mal 14 Jahre alt ist auch noch schwanger. Den Vater des Kindes will sie nicht verraten. Dann ist da auch noch Buzz, das kleine Kamel von Danny, das ganz schnell zu seinem besten Freund wird. Und Liz, das neue Hausmädchen, bringt alles durcheinander und verändert das Leben der Familie völlig…

Die Geschichte ist aus der Sicht von Danny erzählt. Dementsprechend kindlich, flüssig und leicht verständlich ist auch der ganze Verlauf. Der Leser kommt gut durch das Buch und hat es in windeseile beendet.

Ali Lewis hat ein unglaubliches Talent, den Leser zum nachdenken zu animieren und viele Konflikte miteinander zu verknüpfen. Zunächst einmal ist da der Tod des Bruders. Es ist immer schwierig einen nahestehenden Menschen zu verlieren. Wie geht man mit der Trauer um? Wie soll das Leben ganz normal weiterlaufen?
Dafür hat der Junge, das Kamel, dass ihm über diesen schmerzlichen Verlust hinweghilft.
Doch halt Kamel? Ja richtig, wir befinden uns im Australischen Outback. Ein Land und eine Lebensweise, mit der wir uns so gar nicht auskennen oder gar identifizieren können. Um dem Leser, das näherzubringen haben wir das Hausmädchen Lizz. Sie stellt die Fragen, die wir uns stellen würden. Und so erklären sich die absurdesten Dingen im Lauf der Geschichte ganz von selbst, ohne belehrend zu wirken.

Wer eine spannungsgeladene Geschichte erwartet, den muss ich leider enttäuschen. „Es wird schon nicht das Ende der Welt sein“ regt zum nachdenken an und plätschert eher so vor sich an. Das ist aber kein Kritikpunkt, im Gegenteil, es passt einfach zu der Handlung.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass mich der Roman begeistert hat. Ich musste sehr viel nachdenken und hab mit Danny und allen anderen mitgefühlt. Ich erwischte mich immer wieder dabei, dass ich die Umgebung so lebendig wahrgenommen habe, dass ich förmlich das gleiche vor Augen hatte und alles riechen und sehen konnte, wie die Potagonisten.
Gleichzeitig war ich in Gedanken noch sehr lange in Australien und hing so der Geschichte nach.
Ich kann das Jugendbuch nur wärmstens weiterempfehlen und muss ein großes Lob an die Autorin aussprechen!

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