Vermiss mein nicht von Cecilia Ahern

10. Januar 2012 at 20:04 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

440 Seiten

ISBN: 978-3596167357

EUR 8,95 (D)

Verlag: Fischer

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Als Sandy Shortt zehn Jahre alt ist, verschwindet ein Mädchen aus ihrer Klasse. Seit dieser Zeit sucht sie leidenschaftlich nach allem, was vermisst wird: nach Socken, Schlüsseln und später auch nach Menschen. In ihrer Suchagentur macht sie Angehörigen Mut, denn sie gibt niemals auf.

Doch als Sandy den Auftrag bekommt, den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden, verirrt sie sich im Wald und verschwindet selbst – an einen geheimnisvollen Ort, den alle nur „Hier“ nennen. Dort begegnet sie Menschen, die sie schon lange gesucht hat, und auch jemandem, den sie fast vergessen hätte: sich selbst.

Währenddessen macht sich Jack auf die Suche nach Sandy …

Eigene Rezension:
Sandy Short kam noch nie damit klar, dass es Dinge gibt, die einfach spurlos verschwinden. So war es schon als sie zehn Jahre alt war und eine Schulkameradin einfach so verschwand und nie wieder auftauchte. Nach diesem Ereignis war nichts mehr so wie vorher. Sie konnte einfach nicht akzeptieren, dass auch mal Socken, Schlüssel oder andere Gegenstände verschwinden. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie später eine Agentur betreibt, die sich ausschließlich mit der Suche nach verschwundenen Personen beschäftigt.
Diese Aufgabe füllt sie auch aus, bis sie den Auftrag bekommt den Bruder von Jack Ruttle wiederzufinden. Denn bei dieser Suche verirrt sie sich selbst und landet an einem seltsamen Ort. Das weiß aber keiner, denn nun gilt es Sandy zu finden. Nichts war schlimmer für sie, als die Vorstellung selbst eines Tages wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Zum Glück gibt es Jack, der sich gleich auf die Suche nach ihr macht, doch kann er sie zurückholen von dem magischen Ort, den alle nur „Hier“ nennen und von dem keiner außer Sandy etwas ahnt?

Wer hier einen realitätsnahen Roman erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Geschichte beginnt zwar wie aus dem Leben gegriffen, driftet aber ins dann langsam fantastische ab. Verbringen wir nicht alle unglaublich viel Zeit damit, um verloren geglaubte oder verlegte Gegenstände zu suchen? Dass es einen Ort geben soll, der sich „Hier“ nennt, an dem sich all diese Dinge inklusive verschwundener Menschen sammeln soll, ist doch irgendwie eine beruhigende Vorstellung.

„Vermiss mein nicht“ ist wundervoll geschrieben und lässt sich richtig schnell und flüssig lesen. Die Protagonisten Sandy und Jack sind auch sympathisch und lebendig geschildert. Und die Grundidee der Geschichte ist auch mal etwas neues. Dennoch gibt es ein großes aber. Meiner Meinung nach scheiterte es etwas an der Umsetzung. Teilweise war der Verlauf richtig langweilig und die Handlungsstränge von den beiden Charakteren waren das eine oder andere Mal recht holprig zusammengesetzt.

Alles in allem war der Roman von Cecilia Ahern ein netter Schmöker für zwischendurch. Als ich mit dem lesen angefangen habe, erwartete ich etwas ganz anderes. Ich war sehr positiv überrascht. Allerdings fehlte mir für meinen Geschmack doch ein wenig Spannung. Ich finde, dass es schönere Romane von der Autorin gibt und möchte das Buch nur an Leser empfehlen, die mal etwas lockeres, leichtes lesen wollen und kein Problem haben, wenn es mal etwas fantastisch wird…

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5 Kommentare

  1. kulii said,

    Das ist das einzige Buch von Ahern, was ich besitze. Ich habe es geschenkt bekommen und wusste nicht so recht was ich davon halten sollte, das ihr Genre eigentlich nichts für mich ist.
    Die Geschichte mit dem Ort „Hier“ und die von dir beschriebenen fantastischen Elemente haben mich aber schon neugierig gemacht. Vielleicht greife ich bald mal zu meinem ersten Ahern und schaute ob sie mich überzeugen kann.

    • Kristinchens Leselounge - Bücher, Rezensionen & mehr ... said,

      Wer weiß vielleicht gefällt es dir ja =)
      hast du es inzwischen schon gelesen?
      ich bin so neugierig auf andere Meinungen, entschuldige die späte Antwort *schäm*
      lg

      • kulii said,

        ganz gelesen hab ich es nocht nicht, aber ich bin endlich zugekommen es anzufangen. Es liest sich ja rech geschwind und ist ideal als Sommerlektüre. Meine Rezi kommt dan auch bald

      • kulii said,

        So ich hab es jetzt auch durch und wo ich deine Rezi jetzt nochmal so lese gehen unsere Meinungen jetzt nicht so auseinander nur scheinst wohl mehr erfahrung mit ahern zu haben…

      • Kristinchens Leselounge - Bücher, Rezensionen & mehr ... said,

        Och so viel Ahnung hab ich von ihr gar nicht… das war jetzt mein zweites Buch, was ich von ihr gelesen hatte und nachdem mich „P.S. ich liebe dich“ so begeistern konnte, sind die restlichen von ihr nun auf meinem SuB. Aber ich hab gar nicht immer Lust auf sie =)

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