Das vergessene Kind von Kate Atkinson

9. Oktober 2011 at 18:33 (Bücher, Rezensionen)

Hardcover

464 Seiten

ISBN: 978-3426199107

EUR 19,99 (D)

Verlag: Droemer

Kurzbeschreibung auf Amazon:
»Plötzlich verspürte sie einen Stich Angst. Sie hatte gerade ein Kind gekauft.« Tracy Waterhouse, ehemalige Polizistin und absolut gesetzestreue Bürgerin, kauft ein Kind. Niemand ist davon mehr überrascht als sie selbst. Zwar handelt es sich dabei eigentlich um eine Rettungsaktion, dennoch ist das Ganze keineswegs legal, und Tracy ist von Stund an auf der Flucht. Da kommt es ihr höchst ungelegen, dass ein gewisser Jackson Brodie, Privatdetektiv, sie unbedingt wegen eines dreißig Jahre alten Falles sprechen möchte …

Eigene Rezension:
Tracy Waterhouse ist nicht nur eine pensionierte Polizistin, sondern auch eine sehr ungewöhnliche Frau. Bisher hat sie sich immer ganz genau an das Gesetz gehalten. Umso verwunderlicher, dass sie nun aus heiterem Himmel ein Kind kauft. Klar entschuldigt sie diese Tatsache. Sie hat das Kind doch eher gerettet. Das macht die Tat aber nicht legaler und das weiß Tracy. Was bleibt ihr anderes übrig als zu flüchten und was, wenn ganz plötzlich ein Privatdetektiv alles wissen möchte, was Tracy zu einem Fall bekannt ist, der schon 30 Jahre zurückliegt?
Eins ist klar: Sie will das Kind auf jeden Fall behalten.

„Das vergessene Kind“ ist der 4. aus einer Reihe von Kate Atkinson. Das machte sich allerdings erst bei späteren Recherchen bemerkbar. Anscheinend sind alle Bücher in sich abgeschlossen.

Die Geschichte selbst spielt in zwei Zeitepochen. Die eine befindet sich natürlich in der Gegenwart und die andere liegt bereits 30 Jahre zurück. Was es mit den Geschehnissen auf sich hat und was diese miteinander zu tun haben, wirkt zwar erst einmal sehr verwirrend, findet der Leser so nach und nach selbst raus.
Diese Sprünge in der Zeit sollten mit Konzentration gelesen werden, da es schnell zu Verwirrungen kommen kann.

Es dauerte seine Zeit, bis man sich an den Schreibstil und an die Geschichte gewöhnen kann. Man ist als Leser nicht sofort im Geschehen. An sich wirkt der ganze Verlauf sehr ruhig, depressiv und düster. Es gibt auch nicht wirklich Höhen und Tiefen. Anfangs war ich einfach nur Verwirrt und das so sehr, dass hier für mich viel lange Weile aufkam.
Positiv ist zu erwähnen, dass der Krimi etwas für Menschen ist, die äußerst ungern Bücher lesen in denen viel Blut vergossen wird. „Das vergessene Kind“ ist völlig unblutig.

Ich möchte hier nicht sagen, dass es sich bei „Das vergessene Kind“ um einen schlechten Krimi handelt. Ganz im Gegenteil. Ich erwartete nur etwas anderes und für mich war die Geschichte einfach zu ruhig. Es passierte sich für mich, als Fan der atemberaubenden Spannung zu wenig. Meiner Meinung nach ist diese Kritik gleichzeitig der Pluspunkt schlechthin für Leser, die genau das schätzen. Die Geschichte selbst wurde nämlich von der Autorin grandios ausgearbeitet.

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