Der 26. Stock von Enrique Cortes

7. Oktober 2011 at 22:37 (Bücher, Rezensionen)

broschiert

608 Seiten

ISBN: 978-3423247610

EUR 14,90 (D)

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag

Kurzbeschreibung auf Amazon:
In einer kalten Februarnacht füllt sich der Himmel über Madrid mit Rauch: Die Zentrale eines internationalen Großkonzerns brennt lichterloh. Der Wolkenkratzer wird evakuiert. Trotzdem entdecken Schaulustige im 26. Stock menschliche Schatten – aber in den Tagen darauf wird keine Leiche gefunden und auch niemand vermisst.

Isabel Alvarado ist Personalverantwortliche in der Abteilung Human Resources der Holding. Wochen vor der unheilvollen Brandnacht wird die 30-Jährige durch seltsame Vorkommnisse plötzlich hellhörig: Ihr Vorgesetzter verschwindet spurlos; ein neues Zutrittskontrollsystem wird über Nacht installiert; ihr geistig behinderter Bruder Teo, der in dem Hochhaus als Putzmann arbeitet, erlebt im Lift einen haarsträubenden Albtraum; Kollegen werden befördert, worauf sie ebenfalls spurlos verschwinden; und dann taucht auch noch ein eigenartiges Video auf …

Eigene Rezension:
In einem sehr großen Konzern verschwinden nach und nach immer mehr Mitarbeiter. Sie wurden befördert, heißt es. Isabel ist nicht nur verwundert, sondern auch traurig, als auch der Aufzugführer gefeuert wird und von der Bildfläche verschwindet. Mit ihm hat sie so etwas wie eine Freundschaft verbunden.
Isabel selbst ist eine gute und fleißige Mitarbeiterin. Rührend kümmert sie sich um ihren geistig behinderten Bruder. Als sie von ihrer Kollegin Vera gewarnt wird, die Firma schnell zu verlassen und zu kündigen, ist es für Isabel fast schon zu spät…

Der Klappentext lässt auf einen spannenden und interessanten Psychothriller schließen. Leider hat der Inhalt nicht sehr viel mit diesem Text gemein, sodass die meisten Leser wohl mit ganz falschen Erwartungen an die Geschichte herangehen.

Anfangs geht es richtig spannend und interessant los und man fliegt regelrecht über die Seiten. Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt und der erste lässt auf eine richtig gute Geschichte hoffen. Der Autor hat auch einen flüssigen und neugierig machenden Schreibstil. Auch ich war sehr gefesselt.

So nach und nach wird es aber immer verwirrender und vor allem mystischer. Ja, „Der 26. Stock“ ist ein fantastischer Thriller mit übersinnlichen Ansätzen, was man so gar nicht erwartet. Je mysteriöser die Handlung wird, desto mehr fängt man sich an zu langweilen. Normalerweise sollte es ja umgekehrt der Fall sein.
Auf mich wirkte es, als könne sich der Autor nicht so recht entscheiden, was er aus seiner Geschichte machen möchte. Der rote Faden hat einfach gefehlt.

Hätte der Autor die Spannung und die Handlung nicht ins fantastische abdriften lassen, wäre der Thriller auf jeden Fall empfehlenswert gewesen. Denn gute Ansätze waren genügend vorhanden. Nach dem ersten Teil fühlte ich mich, als wäre ich in kaltes wasser geworfen worden, da der weitere Verlauf so gar nichts mit dem Beginn gemein hatte. Leider kann ich den Thriller an dieser Stelle nicht weiterempfehlen.

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2 Kommentare

  1. Ela said,

    Hey,
    danke für Deine Rezi. Ich hatte es schon befüchtet. Wollte es vor einiger Zeit unbedingt haben, war mir aber einfach nicht sicher.
    Nun hast Du meine Zweifel bestätigt :O)
    LG Ela

  2. Kristinchens Leselounge - Bücher, Rezensionen & mehr ... said,

    Huhuu,
    nichts zu danken =)
    Ich wollte es auch unbedingt und naja… da war sooo viel Potenzial. War dann richtig enttäuscht. Aber kann ja nicht jedes Buch toll sein =)
    Ganz liebe Grüße zurück =)

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