Alice im Netz von Antje Szillat

14. September 2011 at 22:53 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

255 Seiten

ISBN: 978-3935265485

EUR 6,95 (D)

Verlag: Edition Zweihorn

Kurzbeschreibung auf Amazon:
Alice, alles, was ich über dich weiß, hast du mir selbst verraten. Alles, was du über mich wissen musst, ist, dass ich dich liebe und dass du mir nicht entkommen kannst … Jared

Eigene Rezension:
Alice geht es eigentlich gut. Sie hat Freunde, Hobbies, ist selbstbewusst und führt einen recht erfolgreichen Internetblog unter Ihrem Pseudonym als „rasende Rita“. Auf dieser Seite nimmt sie wirklich alles und jeden auf die Schippe, ohne dabei ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Nicht jeder nimmt ihre Bemerkungen über sich selbst mit Humor und ist vielleicht sogar verletzt.
Deshalb glaubt Alice auch zunächst an einen komischen Scherz, als sie eine Email in ihrem Postfach findet. Diese stammt von einem gewissen Jared. Er scheint sie und ihre ganzen Gewohnheiten ganz genau zu kennen. Aber woher? Angeblich hat sie diese Informationen selbst preisgegeben. Wie? Ganz einfach, indem sie sich durch Foren und ihrem Blog durchsichtig für jeden gemacht hat.
Als ihr das endlich klar wird, ist ihr Leben jedoch schon in Gefahr. Kann sie sich retten oder ist alles zu spät?

Mit „Alice im Netz“ halten wir ein Jugendbuch in den Händen, in dem natürlich viel Moral und Lerneffekt steckt. Allerdings hat Antje Szillat das so gut verpackt, dass es sich hier eher um eine spanende Geschichte handelt, als um eine einzige große Warnung über das bitterböse Internet und dessen Gefahren.

Alice ist ein junges Mädchen, dass sich genauso unbedarft im Umgang mit ihren persönlichen Daten verhält, wie wohl die meisten Jugendlichen. Ihr ist gar nicht so richtig bewusst, dass jeder alles lesen kann, was sie auf ihrem Blog erzählt und wie viele Dinge sie eigentlich mit den harmlosesten Aussagen über ihre Person preisgibt. Dieses Thema hat die Autorin in einer spannenden Geschichte sehr behutsam und doch knallhart aufgegriffen.

Mit der Thematik, welche persönlichen Daten und Informationen man über sich selbst Preis gibt und welche Gefahren drohen können, sollte sich jeder Internetnutzer wenigstens einmal beschäftigt haben. Einfach um sich Gedanken zu machen und sich vorher genau zu überlegen, was man gerne in der Öffentlichkeit über sich erzählen möchte. Denn gläsern hat man sich schnell gemacht und wenn dies der Fall ist, wird es schwierig das wieder rückgängig zu machen, dann das Internet vergisst nie…

Mir persönlich hat „Alice im Netz“ sehr gut gefallen. Die Handlung war relativ spannend und interessant. Der Autorin ist es gelungen, behutsam ein Thema anzusprechen, auf das viele Jugendliche sofort genervt reagieren und auf Durchzug schalten, ohne den Moralapostel zu spielen.
Ich habe die Geschichte in einem Rutsch weggelesen und bin der Meinung, dass sich der Jugendroman auch hervorragend als Schullektüre eignet, um das Thema Internet und gläserne Identität auch im Unterricht einmal zu behandeln.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: