Siebzehn Tage im August von Günter Ohnemus

21. Juli 2011 at 09:01 (Bücher, Rezensionen)

Hardcover

275 Seiten

ISBN: 978-3596853656

EUR 13,95 (D)

Verlag: Fischer Schatzinsel

Kurzbeschreibung auf Amazon
Des Mordes an einem Mitschüler verdächtigt, haut Finn ab. Sein bester Freund Nick zögert nicht lange, beschwindelt zuerst seine Eltern und dann die Kumpels vom Pfadfinderlager und reist mit Finn in den Bayerischen Wald immer darauf bedacht, der Polizei ein Schnippchen zu schlagen und die Spur von Finn abzulenken. Eine junge Studentin gewährt ihnen Unterschlupf und lässt Nick seine Freundin Mia vergessen. Zu dritt erleben sie einen unvergesslichen Sommer.
Mitreißend, unmittelbar, leidenschaftlich und ehrlich bis ins Mark Günter Ohnemus erzählt einzigartig und wunderbar von einer Freundschaft ohne jeden Zweifel, von bedingungslosem Vertrauen und von einer Entscheidung für das Gute im Menschen, auch wenn man dafür manchmal die, die man liebt, anlügen muss.

Eigene Rezension
Der beste Freund von Nick wird des Mordes verdächtigt. Der Teenager steht zu Finn, was nicht unbedingt selbstverständlich ist und flüchtet mit ihm. Gemeinsam verbringen die beiden einen Sommer auf der Flucht vor der Polizei und vor den Eltern. Auf ihrer „Reise“ lernen die beiden die Studentin Laura kennen und verbringen mit ihr unvergessliche Stunden. Doch alles hat einmal ein Ende und auch dieser Sommer geht vorbei. Was geschah nun wirklich?

Günter Ohnemus schreibt in einem wunderbaren flüssigen und leichten Schreibstil. Die Kapitel sind recht kurz und der Leser kommt gut und schnell durch die 276 Seiten.

In die Protagonisten Nick, Finn und Laura kann man sich sehr gut hineinfühlen. Der Autor versteht es wundervoll, den Personen soviel Leben einzuhauchen, dass man sich diese nicht nur sehr gut vorstellen kann, sondern auch die Charakterzüge ganz klar nachempfinden kann. Allerdings war mir Nick nicht immer sehr sympathisch, da er gerne mal seine Freundin Mia durch Laura vergessen hat. Aber hier muss sich jeder Leser ein eigenes Bild machen.
Die Kapitel selbst sind recht kurz. Alles in allem ist das Buch eine leichte Sommerlektüre. Gerade weil auch die Geschichte mitten im Sommer spielt.

Auf der anderen Seite regt „Siebzehn Tage im August“ auch sehr zum Nachdenken an. Wie blind kann man dem besten Freund vertrauen? Wie sehr steht man für seine Freunde ein? Außerdem stellte sich bis zum Schluss immer wieder die Frage ob Finn schuldig oder unschuldig ist.

Ich selbst konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es war schnell und leicht durchgelesen und trotzdem denke ich noch immer über den Inhalt nach.
Das Buch war mein erstes von dem Autor. Nachdem dieser mich mit dieser tiefsinnigen Geschichte so verzaubert hat, freue mich sehr auf andere bereits erschienene Titel von ihm.
„Siebzehn Tage im August“ war für mich eine typische Lektüre für den Sommer, die gleichzeitig sehr viel Tiefgang hatte. Ich möchte den Roman von Günter Ohnemus an dieser Stelle wärmstens weiterempfehlen.

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