Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher

24. Dezember 2010 at 07:38 (Bücher, Rezensionen)

Taschenbuch

288 Seiten

ISBN: 978-3570307342

EUR 9,99 (D)

Verlag: Cbt

 

Das junge, hübsche Mädchen Hannah hat Suizid begangen. Einige Mitschüler von ihr sind erschüttert, andere verhalten sich eher gleichgültig und fühlen sich nicht betroffen. Warum bringt sich ein Mädchen um? Welche Beweggründe hatte Hannah? Diese Fragen werden immer wieder gestellt, wenn eine solche Tragödie geschieht. Aber in Hannahs Fall werden diese auch beantwortet – von ihr selbst. Ihr fragt euch jetzt sicherlich wie das möglich ist.

Nun, Hannahs Selbstmord war lange vorher geplant. Sie hat vor ihrem Tod sieben Kassetten besprochen, die für 13 Personen bestimmt sind. Für jeden Menschen, der eine zentrale Rolle in Hannahs trauriger Geschichte gespielt hat, ist eine Seite bestimmt. Vor ihrem Tod hat das Mädchen dafür gesorgt, dass diese Kassetten an alle 13 Personen weitergegeben werden. Nun wird jeder der betroffenen mit der Wahrheit konfrontiert – und die ist nicht immer angenehm!

Wir lesen das Drama um Hannah aus der Perspektive von Clay, der Hannah sehr gemocht hat. Auch ihm ist eine Seite der sieben Kassetten bestimmt. Er wird von dem toten Mädchen aufgefordert sich alles anzuhören und ihr Vermächtnis dann an den Nächsten weiterzureichen. Nach und nacht erfährt der Leser was in Hannah vorgegangen ist, was ihr angetan wurde und warum sie keinen anderen Ausweg als Suizid wusste.

Ich habe dieses Buch quasi verschlungen. In der unfassbar traurigen Geschichte wird Stück für Stück eine unglaubliche Spannung aufgebaut, obwohl wir den Ausgang des Dramas aschon von Anfang an kennen. Der Autor versteht es fabelhaft, die Gefühle von Hannah so bildhaft darzustellen, dass ich am Ende Hannah einfach in den Arm nehmen wollte, um sie vor dem Rest der Welt zu beschützen. Bis zum Schluss habe ich auf ein Happy End gehofft.

Das Jugendbuch hat mich sehr nachdenklich gestimmt und mich so schnell nicht mehr losgelassen. Ich habe mir auch sehr viele Gedanken um die 13 Menschen gemacht, an die die Kassetten gerichtet waren. Stellt euch vor, ihr erfahrt von dem Tod eine Mitschülerin, Bekannten oder Freundin und bekommt dann zu hören, dass ihr zumindest eine Teilschuld an dem Selbstmord hattet. Und es bleibt nichts anderes übrig als sich der harten Wahrheit zu stellen, ohne die Möglichkeit zu haben, sich rechtfertigen zu können. Denn: tote Mädchen lügen nicht…

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2 Kommentare

  1. angelina said,

    hallöchen 🙂 ich habe das Buch vor etwas 6-7 Monaten gelesen. Eine gute freundin von mir hat mir das Buch empfohlen. Und ich war echt überwältigt von diesem Buch! Und Leute lest es ! ihr werdet es nicht bereuen. 🙂

    Und eins noch, nach diesem buch habe ich mir einige gedanken über die Teamen:
    Selbstmord, Gewalt und Freundschaft gemacht.
    Da dieses buch auch zum nachdenken anregt.

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